Rollator Reifen – Welche Räder rollen wo am besten?

Es gibt Rollatoren für drinnen und draußen. Rollatoren die besonders geländegängig sind und die sogenannten Allround Rollatoren, die sowohl Indoor- als auch Outdoor-tauglich sind. Wie gut ein Rollator auf welchem Untergrund rollt, hängt maßgeblich von seinen Reifen ab. Hier gibt es natürlich Unterschiede: Es gibt vollgummireifen, Softgummireifen und solche, die mit Luft gefüllt sind. Jede Reifenart hat ihren speziellen Einsatzbereich.

Die modernen TPE Vollgummi-Reifen sind Rollator-Standard und erste Wahl

Bei den meisten neuen Rollatoren sind Vollgummi-Reifen aus TPE-Gummi die erste Wahl. Sie haben nicht mehr viel mit den (gräulichen) Vollgummireifen der alten Stahlrollatoren (weiter unten beschrieben) zu tun.

Bei TPE (Thermoplastisches Elastomere) und  TPU (Thermoplastisches
Polyurethan) handelt es sich um hochwertige Kunststoffe. Sie vereinen die Eigenschaften von Gummi mit denen von Thermoplasten. Daher ist TPE so weich wie Gummi, dabei dynamisch hoch belastbar und zugleich sehr verschleißfest. Außerdem zeichnet sich dieser Kunststoff durch seine gute Schwingungsdämpfung und seine hohe Elastizität aus.

Die alten Vollgummireifen – zu schwer für Leichtgewichte

Als robuste Reifen für drinnen und draußen haben sich in der Vergangenheit Vollgummireifen erwiesen. Diese Reifen sind allerdings verhältnismäßig schwer und sind i.d.R. nur noch an den älteren Stahlrollatoren zu finden. An den modernen Rollatoren, die sich besonders durch ihr leichtes bis superleichtes Gewicht auszeichnen, findet man sie daher nicht.

Softgummireifen – draußen hart im Nehmen

Es versteht sich von selbst, dass beim Befahren von unebenem Untergrund, wie man ihn beispielsweise auf Waldwegen oder Kopfsteinpflaster vorfindet, robuste Reifen am besten geeignet sind. Die Reifen eines Outdoor Rollators sollten daher besonders weich, gleichzeitig aber hart im Nehmen sein, griffig, mit derbem Profil. Softgummireifen sind es. Sie bestehen aus robustem, geschäumtem Material, sind pannensicher und brauchen keine Wartung. Auch für den Nutzer sind Softgummireifen ideal: Sie sorgen dafür, dass das Gehen nicht so schnell ermüdet und die Handgelenke durch die stattfindende Dämpfung geschont werden.
Die Firma Topro beispielsweise bietet als Zubehör spezielle Outdoorreifen an, die bei Bedarf einfach anstelle der normalen Reifen montiert werden können.

Luftreifen – hervorragend für den Rollator –  Einsatz im Gelände

Luftreifen, sofern der Luftdruck stimmt, reagieren gut bei unebenem Untergrund, beispielsweise auf Kieswegen. Sie sind nachgiebig, fangen kleinere Stöße merklich ab und minimieren ihre Übertragung auf das Gestell des Rollators. Das ist natürlich ideal, um Stöße und Erschütterungen abzufedern. So kann das Holpern auf unebenem Untergrund bis zu einem gewissen Grad abgefangen werden, der Rollator läuft so ruhig, wie es unter den gegebenen Bedingungen eben möglich ist. Gelenke werden, auch bei längeren Ausflügen, nicht überbeansprucht.
Als gutes Beispiel gilt hier der Outdoor Rollator „Taima“von Dietz. Kleiner Nachteil bei Luftreifen: Sie können schon mal schon mal Luft verlieren oder gar einen Platten bekommen. Hier gilt es zu gewährleisten, dass der Reifendruck optimiert und oder ggfls. eine Reparatur durchgeführt werden kann.

Rollator Reifen – unsere Beurteilung der verschiedenen Rollator-Räder

Für die allermeisten Nutzer sollten die neuen, wartungsfreien TPE Vollgummireifen oder Softreifen die geeignete Wahl sein. Sie sind zuverlässig und wartungsfrei. Nutzer, die viel auf unebenen Wegen und im Gelände unterwegs sind, sind wohl besser mit Luftreifen beraten, wie sie sich an Outdoor Rollatoren befinden.